Eine eigene Infrarotkabine in der Mietwohnung klingt nach purem Luxus – doch viele stellen sich die Frage: Ist das überhaupt erlaubt? Die gute Nachricht: In den meisten Fällen ja. Dennoch gibt es einige wichtige rechtliche und technische Punkte, die Sie unbedingt beachten sollten. In diesem Ratgeber erfahren Sie, worauf es ankommt und wie Sie Ihre Infrarotkabine problemlos in der Mietwohnung nutzen können.

Ist eine Infrarotkabine in der Mietwohnung erlaubt?
Grundsätzlich gilt: Infrarotkabinen sind in Mietwohnungen meist erlaubt, da sie als mobiles Möbelstück gelten und keine festen baulichen Veränderungen erfordern. Die meisten Modelle werden einfach an eine normale 230-Volt-Steckdose angeschlossen und können jederzeit wieder abgebaut werden.
Entscheidend ist dabei ein zentraler Punkt aus dem Mietrecht:
- ➡️ Keine baulichen Veränderungen: Solange keine Eingriffe in die Bausubstanz erfolgen, ist die Nutzung in der Regel erlaubt
- ➡️ Rückstandslos entfernbar: Die Kabine muss beim Auszug problemlos entfernt werden können
- ➡️ Normale Nutzung der Wohnung: Die Nutzung darf keine Schäden verursachen
Sobald jedoch Änderungen wie neue Stromleitungen, Wanddurchbrüche oder feste Installationen nötig sind, benötigen Sie die Zustimmung des Vermieters.
Vermieter informieren – sinnvoll oder Pflicht?
Auch wenn keine Genehmigung zwingend erforderlich ist, empfiehlt sich in der Praxis immer eine offene Kommunikation mit dem Vermieter.
- ➡️ Vermeidung von Streitigkeiten
- ➡️ Klärung von Haftungsfragen
- ➡️ Absicherung bei Schäden
Besonders wichtig: Wenn Sie unsicher sind, holen Sie sich eine schriftliche Zustimmung. Das gibt Ihnen maximale Sicherheit.
Technische Voraussetzungen in der Mietwohnung
Infrarotkabinen sind deutlich unkomplizierter als klassische Saunen. Trotzdem sollten Sie einige Punkte prüfen:
Stromanschluss
- ➡️ Standard: 230 Volt Steckdose ausreichend
- ➡️ Keine Starkstromleitung notwendig
- ➡️ Eigener Stromkreis bei größeren Modellen sinnvoll
Platzbedarf
- ➡️ 1 Person: ca. 90 × 90 cm
- ➡️ 2 Personen: ca. 120 × 100 cm
- ➡️ Mindesthöhe: ca. 200 cm
Abstände & Belüftung
- ➡️ 2–5 cm Abstand zur Wand
- ➡️ 5–10 cm Abstand zur Decke
- ➡️ Gute Luftzirkulation wichtig (Schimmel vermeiden)
Ein stabiler, ebener Boden ist ebenfalls wichtig – je nach Modell kann die Kabine 100–300 kg wiegen.
Sicherheits- und Versicherungsaspekte
Damit der Betrieb langfristig problemlos bleibt, sollten Sie folgende Punkte beachten:
- ➡️ Keine Verlängerungskabel verwenden
- ➡️ Regelmäßige Reinigung der Kabine
- ➡️ Hausratversicherung prüfen
- ➡️ Feuchtigkeit vermeiden durch ausreichende Lüftung
Im Schadensfall kann es entscheidend sein, ob die Nutzung vorher abgestimmt wurde.
Vorteile einer Infrarotkabine in der Mietwohnung
- ➡️ Einfache Installation ohne Umbau
- ➡️ Geringer Stromverbrauch
- ➡️ Schnelle Aufheizzeit (5–15 Minuten)
- ➡️ Platzsparend – ideal für kleine Wohnungen
- ➡️ Kann beim Umzug mitgenommen werden
Damit ist die Infrarotkabine eine der wenigen Wellness-Lösungen, die sich perfekt für Mietwohnungen eignet.
Gibt es Nachteile oder Einschränkungen?
Ja, ein paar Punkte sollten Sie realistisch betrachten:
- ➡️ Keine klassischen Sauna-Aufgüsse möglich
- ➡️ Geringere Temperaturen (ca. 40–65 °C)
- ➡️ Feuchtigkeit bei falscher Nutzung möglich
Für viele Nutzer überwiegen jedoch klar die Vorteile – besonders im Alltag.
Empfehlenswerte Infrarotkabinen für Mietwohnungen
Die folgenden Modelle eignen sich besonders gut für Mietwohnungen, da sie kompakt sind und mit normalem Stromanschluss betrieben werden.
| Modell | Eigenschaften | Geeignet für | Link |
|---|---|---|---|
| Dewello Infrarotkabine | Kompakt, 230V, einfache Montage | 1–2 Personen | |
| Artsauna Kiruna | Sehr platzsparend, moderne Technik | 1 Person | |
| Home Deluxe Redsun | Größer, viele Funktionen | 2 Personen |
Infografik: Infrarotkabine & Mietrecht auf einen Blick

FAQ – Häufige Fragen
Benötige ich eine Genehmigung?
➡️ Nein, solange keine baulichen Veränderungen vorgenommen werden. Eine Abstimmung mit dem Vermieter ist dennoch empfehlenswert.
Kann ich die Kabine im Schlafzimmer aufstellen?
➡️ Ja, sofern genügend Platz, Belüftung und Stromversorgung vorhanden sind.
Wie hoch sind die Betriebskosten?
➡️ In der Regel zwischen 0,20 € und 1 € pro Anwendung – deutlich günstiger als eine klassische Sauna.
Was passiert beim Auszug?
➡️ Die Kabine kann einfach abgebaut und mitgenommen werden. Eventuelle Veränderungen müssen rückgängig gemacht werden.
Fazit
Eine Infrarotkabine ist eine der wenigen Wellness-Lösungen, die sich problemlos in einer Mietwohnung umsetzen lassen. Solange Sie keine baulichen Veränderungen vornehmen, steht der Nutzung in den meisten Fällen nichts im Weg.
Mit der richtigen Planung, ausreichender Belüftung und ggf. Abstimmung mit dem Vermieter können Sie sich ganz einfach Ihre persönliche Wellness-Oase zuhause schaffen.